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Domain umziehen: Domain-Transfer in Österreich

Sie möchten Ihre Domain zu einem anderen Anbieter übertragen? Ein Domain-Providerwechsel ist technisch unkompliziert, sofern Sie den Ablauf kennen und die Domain-Übertragung rechtzeitig vorbereiten.

Diese Seite erklärt, wie eine Domain umziehen funktioniert, was ein Auth-Code ist, mit welchen Transferkosten Sie rechnen sollten und wie Sie einen Ausfall Ihrer Website oder E-Mail während des Transfers vermeiden.

Domain umziehen: So funktioniert der Providerwechsel

Beim Domain umziehen wechselt lediglich die Verwaltung der Domain zu einem neuen Anbieter – die Domain selbst bleibt bestehen und muss nicht neu registriert werden.

  1. Domain beim aktuellen Anbieter entsperren

    Damit ein Domain Providerwechsel möglich ist, muss die Transfersperre beim bisherigen Anbieter aufgehoben werden. Das erledigen Sie im Kundenkonto oder per Support-Anfrage.

  2. Auth-Code anfordern

    Der bisherige Anbieter stellt Ihnen einen Auth-Code (auch Transfer-Code genannt) aus, der die Berechtigung für den Transfer bestätigt.

  3. Transfer beim neuen Anbieter starten

    Beim gewünschten neuen Domain Anbieter geben Sie den Domainnamen und den Auth-Code ein, um den Transferantrag zu stellen.

  4. Transfer bestätigen und abschließen

    Je nach Anbieter erfolgt eine zusätzliche Bestätigung per E-Mail. Danach wird die Domain innerhalb weniger Werktage auf den neuen Anbieter übertragen.

Domain übertragen mit Auth-Code

Der Auth-Code ist ein individueller Sicherheitscode, der bestätigt, dass die Inhaberin oder der Inhaber der Domain mit dem Transfer einverstanden ist. Ohne diesen Code kann eine Domain nicht zu einem anderen Anbieter übertragen werden.

Sie erhalten den Auth-Code beim bisherigen Anbieter, meist direkt im Kundenportal unter den Domain-Einstellungen oder auf Anfrage per Support-Ticket. Der Code sollte zeitnah verwendet werden, da manche Anbieter ihn nach einigen Tagen automatisch invalidieren.

Domain freigeben bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der bisherige Anbieter die Transfersperre entfernt und den Auth-Code herausgibt. Dieser Schritt liegt allein bei Ihnen als Domaininhaber*in – der neue Anbieter kann diesen Prozess nicht anstoßen.

Halten Sie zusätzlich die im WHOIS hinterlegten Kontaktdaten aktuell: Bestätigungs-E-Mails zum Transfer gehen an die dort eingetragene Adresse.

transfer-domain-auth-code

Was kostet ein Domain Transfer?

Ein Domain-Transfer wird bei den meisten Anbietern wie eine einjährige Verlängerung berechnet und verlängert die Laufzeit der Domain entsprechend.

Transferkosten und Verlängerungspreise im Vergleich (Richtwerte, Stand 17.09.2026)
AnbieterTransferVerlängerung danachAuth-CodeBesonderheiten
EDIS€ 9,90€ 13,90 / Jahrper KundenportalGünstigster Transferpreis im Vergleich
Namecheap€ 9,98€ 15,98 / Jahrper KundenportalÜbersichtlicher Transfer-Assistent
Hostinger€ 9,99€ 21,99 / Jahrper Support-TicketGünstiger Transfer, höhere Folgekosten
World4You€ 12,90€ 14,90 / Jahrper KundenportalPersönliche Unterstützung beim Umzug
ANEXIA€ 14,00€ 16,00 / Jahrper Support-TicketFür Mehrfach-Transfers/Reseller geeignet
Ionos€ 14,99€ 19,99 / Jahrper KundenportalTransfer oft mit Hosting-Angebot kombiniert
GoDaddy€ 14,99€ 22,99 / Jahrper KundenportalZusatzangebote während des Transfers
cyon€ 16,00€ 18,00 / Jahrper Support-TeamPersönliche Begleitung des Umzugs

.at Domain umziehen

Für .at Domains gilt eine Besonderheit: Die Registry nic.at verwaltet zwar die zentrale Domain-Datenbank für Österreich, die eigentliche Verwaltung erfolgt aber immer über einen bei nic.at akkreditierten Registrar. Ein .at Domain umziehen bedeutet also, dass die Domain von einem Registrar zu einem anderen wechselt, während der Eintrag bei der Registry selbst unverändert bleibt.

transfer-.at-domain

In der Praxis läuft der Ablauf dadurch identisch zu anderen Domainendungen: Auth-Code beim bisherigen Registrar anfordern, Transfer beim neuen Anbieter einreichen, Bestätigung abwarten. Ein Unterschied zu generischen Endungen wie .com besteht darin, dass für .at Domains meist keine zusätzliche 60-Tage-Sperre nach der letzten Änderung gilt, wie sie bei manchen anderen Registries üblich ist – dennoch lohnt es sich, dies beim jeweiligen Anbieter vorab zu bestätigen.

Achten Sie außerdem darauf, dass der bei nic.at hinterlegte administrative Kontakt korrekt und erreichbar ist, da darüber im Zweifelsfall die Berechtigung zum Transfer nachgewiesen wird.

Domain transferieren ohne Website-Ausfall

Ein Domain-Transfer betrifft nur die Verwaltung der Domain – trotzdem kann bei unsauberer Vorbereitung die Website oder das E-Mail-Postfach kurzzeitig nicht erreichbar sein. Diese Punkte sollten Sie vorher prüfen:

DNS-Einträge notieren

Sichern Sie alle bestehenden DNS-Einträge, bevor der Transfer beginnt, damit sie beim neuen Anbieter identisch wieder angelegt werden können.

Nameserver rechtzeitig setzen

Wenn Sie die Nameserver wechseln, tun Sie dies idealerweise vor dem eigentlichen Transfer, damit sich die Änderung bereits verbreitet hat.

MX-Records prüfen

Die MX-Records steuern den E-Mail-Empfang. Fehlen sie nach dem Umzug, kommen keine E-Mails mehr an der gewohnten Adresse an.

E-Mail-Zugang testen

Testen Sie nach dem Transfer sofort Ein- und Ausgang Ihrer E-Mail-Adressen, bevor Sie alte Einstellungen deaktivieren.

SSL-Zertifikat erneuern

Läuft die Website über den neuen Anbieter, muss dort in der Regel ein neues SSL-Zertifikat ausgestellt werden.

TTL-Werte vorab senken

Eine niedrigere TTL vor dem Umzug sorgt dafür, dass DNS-Änderungen schneller weltweit übernommen werden und Wartezeiten kürzer ausfallen.

Häufige Probleme beim Domain Transfer

Auth-Code funktioniert nicht

Häufigste Ursache ist ein abgelaufener oder falsch übertragener Code. Fordern Sie in diesem Fall beim bisherigen Anbieter einen neuen Auth-Code an und achten Sie auf Groß-/Kleinschreibung sowie Leerzeichen beim Kopieren.

Domain-Transfer hängt

Bleibt der Status länger als erwartet auf „ausstehend“ stehen, liegt es meist an einer fehlenden Bestätigung per E-Mail oder einer noch aktiven Transfersperre beim alten Anbieter. Prüfen Sie beide Postfächer und den Sperrstatus.

E-Mail funktioniert nach dem Transfer nicht

In den meisten Fällen fehlen die MX-Records beim neuen Anbieter oder wurden nicht identisch übernommen. Vergleichen Sie die Einträge mit einer vorherigen Sicherung.

DNS zeigt noch zum alten Provider

Das ist unmittelbar nach dem Transfer normal, da sich DNS-Änderungen weltweit erst verbreiten müssen. Je nach vorheriger TTL kann dies von wenigen Minuten bis zu 48 Stunden dauern.

Domain wurde übertragen, Website aber nicht erreichbar

Prüfen Sie, ob beim neuen Anbieter die richtigen A-Records oder Nameserver hinterlegt sind. Häufig wurde beim Umzug lediglich vergessen, die DNS-Zone vollständig zu übernehmen.

Domain Anbieter wechseln

Bevor Sie einen Domain-Transfer starten, lohnt sich ein Blick auf die Konditionen des neuen Anbieters – insbesondere auf Verlängerungspreis und Support.

Domain Anbieter Österreich vergleichen: Preise, Verlängerung und Leistungen von acht Anbietern gegenüberstellen.

Domain Anbieter Österreich vergleichen